Kondolieren

Es ist unsere Aufgabe einem Menschen, der einen Verlust erlitten hat, zu kondolieren. Es ist ein großer Unterschied, ob wir beruflich oder privat kondolieren. Beim beruflichen Kondolieren werden meist nicht so viele Gefühle dabei sein. Eine berufliche Kondolenz wird meist auf genormten, vor gedruckten Karten vorgenommen. Wenn eine Abordnung aus der Firma zum Begräbnis geht, wird am Grab auch zum Verlust des Angehörigen mit einem Satz zum Kollegen kondoliert. Oft lassen die Firmen auch eine Annonce in die Zeitung setzen.

Der Unterschied in der Art und Zuwendung bestimmt sich also aus Nähe oder Distanz. Es wäre auch völlig unangebracht, der Frau eines Kollegen Besuche anzubieten, wenn man diesen nur flüchtig gekannt hat. Anders sieht die Sache aus, wenn man sich zu Lebzeiten nahe stand, dann kann man bei Kondolieren denjenigen auch ruhig einmal in den Arm nehmen.

Nicht das Freuen, nicht das Leiden
Stellt den Wert des Menschen dar, immer nur wird das entscheiden
Was der Mensch dem Menschen war

- Ludwig Uhland

Kondolieren ist schwer ...

Das Kondolieren ist für uns alle richtig schwer, wenn wir den Verstorbenen selbst kannten oder schätzten. Unsere eigenen Gefühle möchten wir gerne zurückdrücken und verdrängen, doch das ist eigentlich genau die falsche Reaktion. Wenn der Trauernde sieht, dass sie selbst betroffen sind, wird ihn das sicherlich trösten und er kann auch Ihre Worte annehmen. Schon die Wertschätzung eines geliebten Menschen durch einen Dritten tut gut. Gerade dann kann man wunderbar helfen und dem Trauenden wirklich Stütze und Halt sein. Zwei Menschen, die um einen großen Verlust wissen, können den Schmerz teilen. In diesem Fall ist das Kondolieren ja auch keinesfalls eine gebräuchliche Pflicht, sondern sie wird uns zum Bedürfnis. Die Kondolenzworte kommen uns ganz natürlich von den Lippen und die Worte und Gesten sind trotz unseres eigenen Schmerzes ja, vielleicht auch Tränen ein Trost für die Angehörigen. Sagen Sie einfach was wahr ist und was Sie denken und fühlen.

Danksagung ...

Die Danksagung in der Trauerzeit wird durch die Angehörigen verschickt. Meist wird der Zeitpunkt nach der Beerdigung und Trauerfeier gewählt. Es drückt den Dank aus für ein liebes Wort, eine Geste oder auch für die Pfleger während der Krankenzeit. Außerdem wird dem Pfarrer oder Prediger, der die Trauerfeier gestaltet hat in der Trauer Danksagung für die Rede ein Dankeschön gesagt.
Es ist ein guter alter Brauch, dass man sich bedankt, wenn einem etwas Gutes widerfährt. Für die Trauernden kann es auch eine Ablenkung sein, sich mit den umfangreichen Pflichten und Aufgaben nach einem Trauerfall zu beschäftigen. In der Danksagung wird natürlich auch der verstorbene Angehörige noch einmal erwähnt. Meist fügen die Trauernden auch ein Zitat oder ein Gedicht an:

Mit den Flügeln der Zeit fliegt die Traurigkeit davon

- Jean de La Fontaine

Weitere Informationen ...

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